Wenn ein Frauenkreis flügge wird…
Abschied, Vertrauen und Neubeginn

Am 20.12.25 hat das letzte Treffen der Neumondschwestern 2025 stattgefunden.
Wir haben diesen Übergang bewusst gestaltet. Mit einer gemeinsamen Kakao-Zeremonie, mit Zeit zum Spüren, Lauschen und einem offenen Austausch darüber, wie es mit dem Kreis weitergehen darf.

Wir haben uns in die Qualität von Yule eingelassen. In diese besondere Zeit des Jahres, in der etwas endet, etwas stirbt und gleichzeitig der Keim für Neues gelegt wird. Genau diese Qualität war spürbar im Raum.

Schon im Vorfeld war für mich nicht klar, ob und wie ich den Kreis so weiterführen werde, wie in den letzten drei Jahren:
zwölf feste Termine, thematisch orientiert am Jahreskreis, von mir gehalten und geleitet.

Einige Frauen hatten mir ehrlich zurückgemeldet, dass sie im kommenden Jahr nicht mehr teilnehmen können – aus zeitlichen oder finanziellen Gründen oder weil sie weniger Inhalte wünschen.
Gleichzeitig war da ein klarer Wunsch:

Der Kreis soll weiterleben. Selbstorganisiert. Gemeinsam.

Und etwas in mir hat innerlich genickt.

Denn ich habe gemerkt:
Es ist nicht nur stimmig für die Gruppe – es ist auch stimmig für mich.

Ein Kreis, der weiterlebt, ist ein Erfolg!

Für mich ist es ein zutiefst erfüllendes Zeichen, wenn ein Frauenkreis nach drei Jahren nicht auseinanderfällt, sondern aus sich heraus weiterwächst.
Wenn Frauen sich zutrauen, Verantwortung zu übernehmen, Räume zu halten, Themen vorzubereiten, sich gegenseitig zu begleiten.

Genau das ist mein tiefer Wunsch in meiner Arbeit:
Dass Frauenkreise nicht von einer Person abhängig sind, sondern dass Frauen sich ermächtigen, selbst Initiatorinnen zu sein. Alleine oder gemeinsam.

So ist es jetzt auch bei den Neumondschwestern:
Die Frauen teilen sich die Themen auf, bereiten die Abende gemeinsam vor und sehen diesen Raum ganz bewusst als Übungsfeld.
Ein Übungsfeld für Präsenz, für ehrliche Kommunikation, für Grenzen, für Mitgefühl und für das gemeinsame Tragen eines Kreises.

Sie haben die Tools, die Erfahrung und das Verständnis dafür,

  • warum es Struktur braucht,

  • warum klare Absprachen und Rituale wichtig sind,

  • warum ein Frauenkreis mehr ist als ein gemütlicher Kaffeeklatsch
    und warum achtsame Führung auch in geteilter Form schützt, verbindet und Tiefe ermöglicht.

Zwei Herzen in meiner Brust

Ich stehe gerade mit zwei Herzen da.
Da ist eine Traurigkeit. Ein Abschied. Ein leiser Schmerz.
Denn natürlich lasse ich etwas los, das mir sehr am Herzen lag und in das viel Liebe, Zeit und Hingabe geflossen ist.

Und gleichzeitig ist da eine große, ehrliche Freude.
Ich fühle mich ein bisschen wie eine stolze Vogelmama, die ihre Küken aus dem Nest fliegen sieht.
Nicht, weil sie weggehen, sondern weil sie fliegen können.

Dass dieser Kreis weiterlebt, auch ohne mich, macht es mir leicht, wirklich loszulassen.
Und es öffnet für mich Raum, mich noch klarer den Projekten zu widmen, die jetzt in den Vordergrund treten. Allen voran meiner systemischen Aufstellungsarbeit. Mehr dazu findest Du auf meiner Webseite www.marlene-grassl.de.

Ein Wunsch von Herzen

Ich wünsche dieser Gruppe von Herzen,
dass sie weiter wächst nicht unbedingt in der Größe, sondern in Tiefe, Vertrauen und Verbundenheit.
Dass jede Frau sich einbringen darf mit dem, was sie ist und was sie geben kann.
Und dass sie sich gleichzeitig getragen fühlt vom gemeinsamen Ja, von der Verbindung und dem Vertrauen, das in den letzten Jahren gewachsen ist.

Und ich wünsche mir darüber hinaus,
dass sich immer mehr Frauen trauen, solche Räume zu initiieren.
Weil wir sie brauchen.
Weil Gemeinschaft heilt.
Und weil Frauenkreise dann ihre größte Kraft entfalten, wenn sie nicht an einzelnen Personen hängen, sondern lebendige, atmende Organismen werden.

In Dankbarkeit.
In Verbundenheit.
Und mit einem offenen Herzen für das, was kommt.

Falls Du Interesse hast, einen neuen Kreis zu gründen, melde Dich gerne bei mir.

Die nächste Gelegenheit einer geschlossenen Gruppe beizutreten:

17.1.26 –  Ammersee Frauenkreis 2026

1.2.26 – Online Jahreskreisschwestern 2026

 Es geht um mehr als Dich und mich. 

 

👉 Erfahre mehr und höre das Radio Lora-Interview über die Kraft der Frauenkreise.